Meine beiden kleinen Helden ❤️

Wie ein Hund das Leben verändert…

Oft muss ich mich einfach rechtfertigen, bzw. habe ich das Gefühl das machen zu müssen. „Dein Sohn ist ja völlig normal. Der soll Autist sein?“. JA er ist es! Und das mit allen Facetten. Was versteht ihr denn unter Autismus? Eine Frage die ich nie wirklich beantwortet bekomme. Auch die Frage, was man denn bitte als normal empfindet und ob Menschen mit Handicap dann abnormal sind?

Es macht mich halt immer wieder sehr traurig und auch oft wütend. Nicht nur bezogen auf meinen Sohn, sondern auf alle Menschen. Dieser Kampf ist einfach sehr anstrengend und kostet Energie die uns bei unseren Kindern verloren geht. Heute waren wir erst mit tollen Mamas und ihren Kindern gemeinsam auf dem Spielplatz. Jedes dieser Kinder ist einzigartig und wertvoll und verdammt nochmal perfekt ❤️ so wie es ist! Ohne Zweifel! Trotzdem müsst ihr dafür kämpfen, dass eure Mäuse das bekommen, was sie brauchen um zu starken Persönlichkeiten zu werden!

Das findet Nemo auch! Und das ist das besondere am Hund. Ihm ist es egal ob der Mensch eine Intelligenzminderung, ein Chromosom zu viel, Beine die nicht laufen können oder andere Besonderheiten hat. Er ist wertfrei und liebt seinen Menschen so wie er ist. Und genau darum gibt es Nemo und Lotta bei uns! Wofür ist denn so ein TherapieBegleitHund da? Wofür braucht man den denn? Auch eine Frage die mir oft gestellt wird! Beantwortet wird sie im Text 😉

Fröhlichkeit zieht ein

Die letzte Woche war sehr turbulent. Ich habe meinen Sohn schon lange nicht mehr so fröhlich und ausgeglichen aber auch so verzweifelt und panisch erlebt.

Wir waren auch diese Woche wieder bei Rütter DOGS Osnabrück. Das Nemchen hat sich toll gemacht. Dem Krümel ist es etwas zu viel geworden und er hat sich außerhalb des Trainingsgeländes super mit seiner kleinen Schwester beschäftigt. Sie ist übrigens neben den Hunden ein wichtiger Anker für den Krümel. Im Nachhinein gesehen, hat dieses kleine Menschenkind sich ab ihrer Geburt als Kämpferin erwiesen. Sie kam in der 36 SSW zur Welt. Zum Erstaunen aller, völlig reif und top fit! Ein Geschenk! Das erste Jahr waren beide zusammen in einer Krippengruppe und sie hat schon mit 12. Monaten für ihren Bruder eingestanden und ihm geholfen Sicherheit zu gewinnen. Und wenn Elian mal wieder denn Drachen nicht bezwingen kann, hat sie meistVerständnis für ihn. Sie hat mir gezeigt, wie es sich anfühlt wenn eine kleine Menschenhand nach dir greift. Mit ihren kleinen speckigen Fingern und dieser weichen Haut. Wenn sie in meine Arme will, weil sie weiß, dass ich sie beschütze und sie trösten werde. Ein unfassbar schönes Gefühl, was ich ohne sie nie hätte erleben dürfen!

Meine kleine Zaubermaus 💕❤️

Nun zu meinen beiden kleinen Helden…

Der Krümel durfte seinen Hund seiner Kindergartengruppe vorstellen! Er war so wahnsinnig aufgeregt. Und ich erst 🙂

Wie macht sich ein 11 Wochen alter Welpe wohl mit so vielen Kindern in einem Raum? Als tiergestützte Pädagogin wollte ich es auch sinnvoll nutzen und habe versucht Nemos Kompetenzen sinnvoll einzubringen. Dann war es soweit! Und was soll ich sagen? Ich bin vor stolz fast geplatzt und musste mir meine Tränchen verkneifen 😉

MEIN Sohn hat vor seiner Gruppe gesprochen. Verständlich und in einer normalen Lautstärke. Er hat seinen Hund vorgestellt und viel über ihn erzählt! Vor ein paar Wochen unvorstellbar!!! Und das OHNE seine typischen Stresssympthome!

Und der kleine Welpe? Gelassen wie immer ❤️ für seine 11 Wochen hat er richtig gerockt! Er lag relativ entspannt auf der Seite und hat sich streicheln und füttern lassen. Wir haben seine Punkte gezählt, in sein Maul geschaut und Pfötchen gegeben.

„Mama, ich brauche meinen Nemo“

Ein Satz der mir nochmal bewiesen hat, das die Entscheidung für einen Hund mehr als richtig war! Anfang Mai hat mein Schwager geheiratet und eine ganz tolle Frau Teil unserer Familie werden lassen. Im Juni dann das große Deutsch-türkische Fest. Trotz guter Vorbereitung konnten wir den Drachen nicht zähmen! Elian ist völlig zusammengebrochen. So, wie schon lange nicht mehr. Mein kleiner Schatz war einfach nur verzweifelt und Angst und Panik übernahmen die Kontrolle. Es hat mich so berührt, dass ich mitweinen musste. Ich hatte soviel Empathie für ihn in diesem Moment und ich konnte ihm einfach nicht helfen. „Mama ich will zu Nemo“. Wir waren in München und Nemo machte Urlaub bei unserer lieben Ergoeule. Und blieb nix anderes übrig als im Abendkleid auf den Spielplatz zu gehen, dass der Krümel schaukeln kann, bis die Welt wieder in Ordnung war. Immerhin waren meine Schwiegermutter und ich der Blickfang schlechthin 😂😂

Und zu guter letzt musste Nemo in der Therapie einspringen und hat wieder mal bewiesen wie toll er ist! Jedem Nutzer die Pfote gegeben und sich streicheln lassen. Auf den Tisch legen und bürsten und füttern lassen ❤️

So, wir fahren jetzt zum Kita-fest. Natürlich mit Nemo 😉